Südschweden/ Stockholm – Sommer.

Südschweden/ Stockholm. (Sweden/ Sverige) – Jetzt ist es fast genau 1 Jahr her, dass wir unsere Koffer gepackt haben & mit dem Flugzeug von Köln/Bonn nach Stockholm gereist sind. Uns erwartete 1 Woche Autorundreise durch eine wunderschöne Region Schwedens.

Mit viel zu vielen Fleecepullovern, langen Hosen & dicken Schuhen im Gepäck (in Schweden ist es ja schließlich bekanntermaßen kalt!) sollten wir einen grandiosen Sommer erleben (am Ende hat es uns tatsächlich an T-Shirts gefehlt, sodass wir welche zukaufen mussten).

Nachdem wir den Mietwagen abgeholt hatten, war der erste Halt ein Einkauf in einem typisch schwedischen Supermarkt.

Neben Apfelberlinern (‚äppelmunk‚) gab es natürlich auch jede Menge ‚knäckebröd‚ (Knäckebrot), ‚köttbullar‚ (Fleischbällchen – übrigens ’schöttbüllar‘ ausgesprochen) und ‚baconost‚ (Schmierkäse mit Bacon – in der Tube!). Eine wirklich nette Idee war zudem die Obsttheke für Kinder, an der sich diese jederzeit kostenlos bedienen durften.

Unsere erste Übernachtung war dann in Uppsala – eine wirklich schöne, studentische & typisch schwedische Stadt mit viel Flair.

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Übrigens empfiehlt es sich überall in Schweden mittags immer ‚dagens lunch‚ zu bestellen – das Mittagsmenü, welches meist sehr lecker & deutlich preiswerter ist, als à la carte zu essen.

Das gesamte Stadtbild von Uppsala ist geprägt von typisch skandinavischen Häuschen, tollen kleinen Lädchen & liebevoller Dekoration  – auch mitten auf der Straße. Zudem gibt es dort noch ein Schloss (natürlich in rot, wie viele Schlösser in Schweden) & einen botanischen Garten. Abends konnte man dann noch ganz gemütlich ein ‚kall öl‚ (kaltes Bier) in einem netten Lokal an der Straße trinken und den Sonnenuntergang über der Stadt beobachten.

Weiter ging es von dort am nächsten Tag über Sigtuna nach Örebro. Auf dem Weg sind wir durch tolle Waldgebiete gefahren, in denen wir natürlich auch mal gehalten haben. Unglaublich, was die schwedischen Wälder bieten – mitten auf dem Weg findet man Stein- & Birkenpilze, Blaubeeren und Johannisbeeren. Es sind uns auch schwedische Eltern mit ihren blonden Sprösslingen begegnet, die nur in den Wald kamen, um frische Beeren zu essen.

 

Sigtuna. – Das typische Schweden, wie man es sich vorstellt. Klein, gemütlich, mit bunten Häuschen & Blumen. Ein Städchen, was man auf seiner Rundreise dort auf jeden Fall besuchen sollte.

Ein absolutes Muss – Kaffee & Kuchen im ‚Tant Brun‚. Ein kleines (und durchaus bekanntes) Café, mitten in der Innenstand, in einer kleinen Seitenstraße. Das Café besteht aus einem kleinen, roten Häuschen mit sehr niedrigen Decken (wo bei Weitem nicht jeder aufrecht drin stehen kann!), in dem sich Plätze für Gäste befinden, sowie einem verwunschenen Garten. Die Bedienung ist einheitlich gekleidet mit Bluse & Schürze und trägt damit den Stil von ‚Tant Brun‘.

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Weiter ging es von dort Richtung Örebro. Der Weg dorthin war schön – die Stadt nicht so. Daher hier nur zwei Fotos unserer Route.

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Schweden ist übrigens das Land der Seen – daher ist es nicht verwunderlich, dass ein großer Teil unserer Route entlang verschiedener Ufer ging. Viele der Wasserzugänge sind leider privat, ab und zu hat man aber auch als Durchreisender Glück.

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Am nächsten Tag ging es von Örebro über den Julita Hof nach Västeras. Julita Hof ist eine tolle idyllische Hofanlage mit roten Häuschen, Kühen & Apfelanbau. Ein Stop lohnt sich. Am Ende haben wir noch den tollen Apfel-Cider probiert.

Vom Julita Hof ging es dann weiter nach Västeras, unserem nächsten Halt. Eine schöne, kleine Stadt mit sehr vielen alten schwedenroten Häusern & mittendrin sogar einem Häschen, welches dort gemütlich sein Abendessen verspeist hat.

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Von Västeras ging es am nächsten Tag Richtung Stockholm zurück – aber nicht, ohne einen Halt in Mariefred zu machen. Bei diesem hübschen Örtchen liegt das berühmte Schloss Gripsholm, welches Kurt Tucholsky (der dort übrigens begraben liegt) in einem seiner Werke verewigt hat.

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Das (natürlich rote!) Schloss ist umringt von Wasser und gesäumt von etlichen bunten Blumen.

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Im Örtchen Mariefred gibt es ein unglaublich tolles Café, welches wie ein privates Schwedenhäuschen ist, in das man reingehen & sich im Wohnzimmer an Kuchen & Getränken bedienen kann. Eine herzallerliebste ältere Dame, die dort überall herum läuft und das Geld für Kaffee & Kuchen zwischendurch kassiert, hat mich sogar 2x auf schwedisch angesprochen – in der Annahme, ich wäre eine Einheimische (was für eine Ehre!).

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Ganz typisch für Cafés dort ist, dass man sich immer kostenlos an ‚kallt vatten‚ (kaltes Wasser) bedienen darf.

Mitten im Grünen, als säße man gerade in einem wilden Kräutergarten, kann man dann sein Gebäck genießen.

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Von Mariefred ging es dann nach Stockholm. Dort haben wir den Mietwagen abgegeben, damit wir zu Fuß schließlich 2 Tage lang die Hauptstadt erkunden konnten.

Wir hatten uns die Zeit in Stockholm so eingeteilt, dass wir am ersten Tag eine Schärentour zur Schäreninsel Vaxholm und am zweiten Tag eine Erkundung durch die ‚Gamla Stan‚ (die Stockholmer Altstadt) unternehmen konnten.

Überall in Stockholm verteilt findet man öffentliche Klaviere, an denen mal mehr und mal weniger talentierte Menschen ihr Können darbieten.

Bis es an Tag 1 zur Schärentour losging, haben wir noch schnell die Sonne im schönen ‚Café Söderberg‚ genossen. Mitten im Café wächst ein dicker Baum, der durch die Decke geht und bis nach außen ragt. Als wir früh morgens da waren, war es trotz der zentralen Lage des Cafés angenehm leer.

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Vaxholm. – Eine unfassbar schöne Schäreninsel, wie sie schwedischer nicht sein könnte. Ausschließlich tolle bunte Häuser, liebevoll gestaltete Gärten, tolle Cafés & Lädchen. Hier ist übrigens das Titelbild für meinen Blog entstanden.

Diese Schäreninsel erreicht man von Stockholm aus in etwa 1h mittels Fähre.

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Absolut sehenswert & sehr lecker ist es im ‚Café Hembygdsgarden‚. Wie so oft auf unserer Reise, ist auch dieses Lokal ein normales Haus, in das man einfach hineinspazieren & sich am Essen bedienen kann. Es gibt verschiedene Räume mit Tischen, wo allerlei Leckereien platziert sind. Und überall verteilt: Wunderschöne Schnittblumen. Gezahlt wird dann, wenn man mit seinem Teller zur Kasse geht. Sitzen kann man drin und draußen (im Garten). Eine super Idee.

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Gebacken werden all diese Köstlichkeiten in einer kleinen Backstube nebenan – einem gelben Häuschen, wo man durch die Fenster den Bäckern bei der Arbeit zuschauen kann.

Stockholm. – Am besten hat uns die Altstadt (‚Gamla Stan‘) gefallen. Sie hat sehr viel Charme & verbreitet Urlaubsflair. Früh morgens ist wenig los und man hat die Stadt für sich. Mittags und nachmittags ist es eher touristisch. Trotzdem sollte man sich die Zeit nehmen und die kleinen Gässchen erkunden. Manche Durchgänge sind so niedrig, dass man sich sogar bücken muss, um hindurch gehen zu können.

In der Altstadt konnten wir auch endlich ein tolles Köttbullar-Gericht bestellen- man möchte es kaum glauben, aber außer im Supermarkt, haben wir nirgendwo auf unserer Rundreise eine Möglichkeit gefunden, Köttbullar zu essen. Dabei geht man davon aus, man müsse es an jeder Straßenecke antreffen… wie es in gewissen Möbelhäusern suggeriert wird.

Die Altstadt bietet außerdem tolle individuelle Shops, leckeres Eis & viele kleine Plätze mit schönen Häusern. Es lohnt sich, mehrmals durch alle Straßen zu laufen – man entdeckt immer etwas Neues.

Nach einer weiteren Nacht in Stockholm, ging es am nächsten Morgen auch schon wieder zurück nach Hause.

Fazit: Eine tolle & spannende Rundreise mit vielen Eindrücken von skandinavischer Natur, dem Land & den Menschen dort. Auf jeden Fall auch eine zweite Reise wert.

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