Kurztrip Formentera.

Mai 2017/ Formentera. – Mittlerweile zum dritten Mal hat es mich auf die kleine Balearen-Insel verschlagen. Man vergisst sie so leicht, da man hier nicht mit dem Flugzeug hinkommt & sie dadurch vom Touristen-Radar etwas verschwunden ist. Umso lieber träume ich mich hin und wieder an diesen idyllischen Ort zurück. Und nun wurde es mal wieder Zeit für einen „realen“ Insel-Trip.

Meine erste Begegnung mit der kleinen Karibik-Insel des Mittelmeeres war 2012 – als Erholungskur nach einer bestandenen Prüfung. Das zweite Mal – knapp 1 Jahr später – durfte ich hier an einer Hochzeitszeremonie am Strand teilnehmen. Dieses Mal war es eine spontane Idee für ein verlängertes Wochenende. Aber egal, wann, wie lange und weswegen man hierher kommt – das unglaubliche Inselgefühl der Verbundenheit mit diesem Ort ist irgendwie immer da.

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Wir hatten uns kurzfristig in eine kleine Finca inmitten von Pinienbäumen eingemietet. Trotz der scheinbaren Abgeschiedenheit war es nicht weit weg zum Meer, sodass man morgens beim Frühstück schon das Wellenrauschen hören konnte.

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Die Selbstversorgung hat uns überhaupt nicht gestört – in unserer Finca gab es alles, was man brauchte, um selber zu kochen. Wir haben es also genossen, bei Baguette & Kaffee morgens auf der Terrasse zu sitzen und es uns abends bei einem Teller Pasta gutgehen zu lassen. Keine Termine, keine feste Essenzeiten. Das ist eigentlich schon purer Luxus. Und wenn man doch mal keine Lust hatte zu kochen, konnte man auch super auswärts essen gehen.

Hier zwei Tipps:IMG_3439IMG_3441

Restaurant „10 punto 7“ (http://www.10punto7.com/), gelegen am Strand „Platja Migjorn“. Der Name kommt daher, dass die einzige Hauptstraße auf der Insel nach Kilometern unterteilt ist. Diese Lokalität befindet sich also bei Kilometer 10,7. Hier gibt es eine tolle & besondere Küche mit einem typisch maritimen Ambiente. Die vorher genannte Hochzeitszeremonie hatte damals auch hier stattgefunden.

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Restaurant „Acapulco“ (https://www.facebook.com/acaplcoformentera/), gelegen bei Kilometer 12,6. Dies ist ein schräges Surfer-Lokal mit viel individueller Gestaltung, ganz viel Farben & teilweise „interessanter Dekoration“ (sollte man sich einfach selbst mal ansehen). Außerdem ist hier ein kleiner, frecher Hund Teil des Teams, welcher den Eingang bewacht. Wir haben hier richtig gute Pizzen (mit scharfer spanischer Chorizo) gegessen.

Strände:
Zwei Strände sollte man hier unbedingt gesehen haben. Zum einen den Strand von Ses Illetes, dem nördlichsten Teil der Insel – mit einem Wasser, das es in diesen Farbtönen auch in der Karibik geben könnte. Die Zufahrt dorthin ist allerdings kostenpflichtig.

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Der zweite Strand, der uns außerdem auch mehr zugesagt hat, ist Platja Migjorn. Dieser Strandabschnitt befindet sich im Süden der Insel. Dort sind etwas weniger Touristen & es mutet eher etwas entspannter und gemütlicher an.

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Hier findet man ebenfalls Türkis in seinen schönsten Farbabstufungen. Zusätzlich liegt der Strand am Naturschutzgebiet, sodass es dort sehr naturbelassen ist. Wie oben erwähnt, kann man hier dann gut bei „10 punto 7“ eine Mittagspause vom Sonnenbad machen oder aber beim Restaurant La Fregata einen amerikanischen (mega leckeren!!!) Schokoladenkuchen (mit gaaaaanz viel Schokolade) essen gehen.

Das wirkliche Schmuckstück dieses Strandabschnittes ist allerdings die Kult-Bar Piratabus (https://piratabus.com/). Diese wurde in den 70er Jahren gegründet (ursprünglich war es ein umgebauter Linienbus) und von einem Mann mit dem Spitznamen „Pirata“ betrieben. Im Jahr 1983 musste der Bus weg, sodass er durch eine Holzbude ersetzt wurde – die bis heute den unverfälschten Hippiecharme an diesen Ort bringt.

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Ob mittags zum Tapas-Essen, für „Nachos con Guacamole“, ein Bierchen oder für den Sonnenuntergang – es lohnt sich immer.

Wer gerne auch mal durch kleine Straßen schlendern und in individuellen Lädchen schnüffeln möchte, sollte mal in die Innenstadt von Sant Francesc. Dort findet man den typischen Balearen-Farbstil in Blau und Weiß, aber auch ganz viel alternative Lebensart.

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Gerade im Mai blühen auch unheimlich viele Blumen, die man überall auf der Insel in Hülle & Fülle bewundern kann.

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Etwas kompliziert zu finden, aber unbedingt einen Abstecher wert, ist das Lokal Chezz Gerdi in Es Pujols. Direkt an der Küste gelegen, kann man hier bei einem Antioxidant-Cocktail und inmitten von Hippie-Flair entspannen. Auf dem Dach der Bar steht ein ziemlich cooler Bus, den man gesehen haben sollte.

Aber für das besondere & authentische Hippie-Feeling dieser entspannten & individuellen Insel sorgt vor allem der Hippie-Markt. Dieser findet jeden Mittwoch und Sonntag statt. Verkaufen dürfen nur „echte Hippies“, die ihre Ware auch per Hand herstellen.

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Man flaniert hier auf einem Mosaik-Kachel-Boden, lauscht sanfter Live-Musik & wühlt sich ein wenig durch Handarbeiten, Kunst & Co.

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Zum Abschluss durfte ich sogar noch  ein Foto vom Hippie-Chef persönlich machen – was für eine Ehre. Love – Peace – Harmony.

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Fazit: Eine Insel mit sehr viel Hippie-Charme, alternativem Lebensstil, großer Naturverbundenheit & einem langsamen Tempo. Ist optimal für alle, die etwas für’s Auge & für’s Herz suchen. Empfohlene Reisezeit: Mai und September.

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