Roadtrip in den Norden. – Teil 4 / Naturreservat Glaskogen.

Roadtrip in den Norden. – Teil 3: Roadtrip in den Norden. – Teil 3 / Göteborg.

T E I L 4 – N A T U R R E S E R V A T  G L A S K O G E N  

August 2017. – Unser Roadtrip ging nun von Göteborg weiter in den Norden, ins Landesinnere. Das Ziel: Die pure Natur. Genauer gesagt: Das Naturreservat Glaskogen.

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Nach mehreren Tagen unterwegs sehnte man sich jetzt irgendwie danach, endlich mal irgendwo „anzukommen“. An einem Ort – so hofften wir – wo man die schwedische Natur hautnah erleben & genießen konnte. Soviel vorab: Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Schon auf der Fahrt durch das Naturreservat bis zum Campingplatz konnten wir unseren Augen kaum trauen – überall am Wegesrand standen herrliche Pilze. Was für ein Anblick! In Deutschland muss man diese schließlich sehr lange suchen, denn sie sind rar geworden. Und hier winkten sie einem quasi von überall her zu. Also mussten wir natürlich anhalten und sie von Nahem bewundern – und haben uns bei der Gelegenheit direkt unser Abendessen gesichert. Da ich schon als Kind am Wald gewohnt und die Pilzlehre früh beigebracht bekommen habe, konnte ich mir zum Glück sicher sein, dass wir etwas Genießbares auf der Gabel haben würden.

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Auf dem Campingplatz angekommen, haben wir uns einen abseits gelegenen Stellplatz ausgesucht – ohne Strom, dafür mitten im Wald und mit einem Wahnsinnsblick auf den See. So viel Ruhe – unglaublich! Haben dieses schöne Fleckchen Erde direkt für 6 Tage gebucht. Hier wollten wir bleiben.

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Im ersten Moment war es etwas, nun ja, gewöhnungsbedürftig keine Aufgaben, keine Termine und keine Geräusche um einen herum zu haben. 6 Tage in und mit der Natur leben – aufregend & inspirierend zugleich.

Mit leckeren, geschmorten Waldpilzen auf dem Teller und selig mümmelnd am Lagerfeuer merkten wir schnell, dass es das war, worauf wir gewartet hatten.

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Die nächsten Tage waren sonnig, die Nächte allerdings klar & kalt. Der gute Schlafsack machte sich also bezahlt – und auch, dass ich wie für einen Winterurlaub gepackt hatte. Mit Mütze und Thermounterwäsche konnte man es im Zelt dann doch gut aushalten. Und irgendwie machte es den Natururlaub ein wenig abenteuerlicher.

Meine Gummistiefel, die ich mir erst kurz vor dem Urlaub zugelegt hatte, waren übrigens ebenfalls Gold wert und sollten bei einem Campingurlaub in Schweden unbedingt ganz oben auf der Packing List stehen.

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Die nächsten Tage haben wir vor allem damit verbracht, das Naturreservat beim Wandern zu erkunden. Eine Wanderkarte gibt es übrigens nur dort „analog“ zu kaufen und sie ist nicht im Internet einsehbar. Durch den Kauf einer solchen Karte unterstützt man aber auch das Reservat und dessen Instandhaltung.

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Die sehr gut gekennzeichneten Wanderouten führten sozusagen über Stock & Stein, bergauf und bergab, durch Wiesen & Wälder, vorbei an Blumen & Bächen. Es ist so abwechslungsreich, dass man eigentlich alle paar Meter halten und sich staunend umsehen könnte. Und wenn man etwas Glück hat, entdeckt man zufällig auch seltene Vögel, wie den Auerhahn. Dieser stieg plötzlich aus einem dichten Bodenbewuchs auf, während wir seelenruhig Blaubeeren verspeisten. Mehr schwedische Natur geht kaum.

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Apropos Beeren: Hier im Naturreservat konnte man ziemlich gute Stellen finden, um sich ordentlich den Bauch damit vollzuschlagen. Mit süßen, aromatischen, fruchtigen Blaubeeren, aber auch mit knallroten Preiselbeeren. Ich muss gestehen, ich musste zur Sicherheit Google befragen, ob sie es wirklich sind, bevor ich mich getraut habe, davon zu probieren. Habt ihr sie schon einmal frisch gegessen? Sie schmecken herb und bitter und haben nicht viel mit den Preiselbeeren zutun, die man als süße Variante zum Beispiel vom Köttbullar-Essen kennt. Daher verzehrt man sie eigentlich nur gezuckert und eingekocht.

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Von den Blaubeeren hingegen konnten wir meistens nicht genug bekommen und haben uns welche mitgenommen, um unser Waldfrühstück ein wenig aufzuwerten. Es hat schon etwas für sich, morgens nach einer kühlen Nacht im Zelt ein Lagerfeuer anzuzünden und beim Frühstück mit einem Granola-Beeren-Müsli den Tag urig & gemütlich zu beginnen.

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Einen Tag haben wir natürlich auch mal eine Pause eingelegt und konnten einfach entspannen & unser besonderes Fleckchen Erde genießen. Mit Zimtschnecke, Käffchen (= fika!) und Buch konnte man es auch echt gut aushalten. Und abends, kurz vor der Dämmerung, ging es dann mit dem Auto auf Pirsch. Denn: In dieser traumschönen Natur leben natürlich auch sie – die Elche. Uns wurden zwei erfolgversprechende Routen empfohlen, bei denen man beliebte Futterplätze abfahren konnte. Leider, leider sind wir nicht fündig geworden – nach 3h hatten wir nur ein Kaninchen und eine Kröte gesehen. Aber auch die „Jagd“ nach dem König der Wälder und das Mitfiebern beim Absuchen der Landschaft machen schon richtig Spaß, daher sollte man es auf jeden Fall immer wieder versuchen (im Winterurlaub in Schweden hatten wir mehr Glück, zu lesen unter: Schwedisch Lappland. – „The simple life“ über dem Polarkreis.).

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Einen weiteren Tag ging es auf Kanutour über die Seen des Naturreservats. Das war eine tolle Gelegenheit, den Glaskogen mal von einer anderen Seite zu betrachten, die Sonne zu genießen und abgelegene kleine Inseln zu erkunden. Wenn man dann nach 6h Tour  bei einem Teller Pasta und einer heißen Schokolade zum Nachtisch am Feuer sitzt, ist man einfach erschöpft und happy zugleich.

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Nach ganz viel schwedischer Natur, tollen Wanderungen, herbstlichem Camping & viel Erholung sollte es dann wieder allmählich zurück gehen. Richtung Heimat. Es stand aber noch ein aller letzter Stopp auf unserer Agenda – Stedsans in the woods. Seid gespannt.

Roadtrip in den Norden. – Teil 5 / Stedsans in the woods. (folgt) …

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